Über Hofschatz
Über uns
Es gibt Produkte, die man kauft. Und es gibt Produkte, die jemand gemacht hat.
Heinrich Weller ist 74 Jahre alt. Seit über vier Jahrzehnten arbeitet er in einer 35 Quadratmeter kleinen Werkstatt in Sonneberg, Thüringen. An den Wänden hängen Werkzeuge, die noch seinem Vater gehörten. Ein alter Holzofen knackt in der Ecke. Es riecht nach Zedernholz.
Heinrich hat sein Leben damit verbracht, Bienenhäuser zu bauen. Nicht als Hobby, nicht als Nebenverdienst – sondern weil er früh verstanden hat, dass es einen Unterschied macht, wie man so etwas baut. Als junger Schreinermeister hängte er einfache Holzklötze mit Löchern in seinen Garten und beobachtete. Manche wurden innerhalb weniger Tage besiedelt. Andere nie. Dieses Rätsel ließ ihn nicht los.
Er begann zu protokollieren. Er veränderte Bohrtiefen um Millimeter, variierte Durchmesser, testete verschiedene Holzarten. Er sprach mit Biologen, wälzte Fachliteratur über Mauerbienen und Scherenbienen, beobachtete Jahrzehnte lang, welche Hotels wirklich funktionieren – und welche nicht. Was er dabei herausfand, hat er in jedes einzelne Bienenhaus eingebaut, das er seitdem gefertigt hat.
Das Ergebnis ist das Blütenwächter-Bienenhaus.
Warum es Hofschatz gibt
Der Markt für Insektenhäuser ist voll. Vollgestopft mit bunten Holzkisten aus Fernost, mit ausgefransten Bohrlöchern, billigem Nadelholz das harzt, und Tannenzapfen als Füllung die kein Wildbienenweibchen je freiwillig betreten würde. Gut gemeint – aber oft das Gegenteil von hilfreich.
Heinrich hat das immer gewusst. Aber er hatte keinen Weg, die richtigen Menschen zu erreichen. Bis seine Enkelin Marie ihm erklärte, dass es da draußen Menschen gibt, die genau das suchen, was er baut.
Hofschatz ist der Versuch, echtes Handwerk dorthin zu bringen, wo es hingehört: in die Gärten von Menschen, die es schätzen. Wir verkaufen kein Sortiment. Wir verkaufen Heinrichs Arbeit – solange er sie noch macht.
Was uns wichtig ist
Jedes Bienenhaus, das bei Hofschatz verkauft wird, ist von Heinrich persönlich gefertigt, gefräst und geprüft. Massives, unbehandeltes Zedernholz – kein Lack, keine Chemie, kein Harzen. Ein echtes Kupferdach, das das Holz jahrzehntelang schützt. Spiegelglatte Nistgänge, weil eine Biene mit verletzten Flügeln nicht zurückkommt.
Und weil Naturschutz nicht bei der Haustür aufhört: 10 % jedes Verkaufs fließen direkt in gemeinnützige Projekte zum Schutz der Wälder und Bienenvölker.
Nicht als Marketingversprechen. Sondern weil wir es für selbstverständlich halten.
Ein letztes Kapitel
Heinrich wird seine Werkstatt bald schließen. Die Arthritis macht das millimetergenaue Fräsen der feinen Niströhren zunehmend schwerer. Sein Sohn und seine Enkel haben andere Wege eingeschlagen – es gibt keinen Nachfolger.
Was bleibt, ist die letzte Serie seiner Bienenhäuser. Jedes einzelne davon ist ein Stück gelebtes Wissen, das es so kein zweites Mal geben wird.
Wir sind froh, dass wir es in die richtigen Hände bringen dürfen.
- Das Team von Hofschatz, gemeinsam mit Heinrich und Marie